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Starke Maikäferplage in Teilen Oberkärntens – Gitschtal besonders betroffen

Im Frühjahr 2026 kommt es in mehreren Regionen von Oberkärnten zu einer besonders starken Vermehrung der Maikäfer. Zahlreiche Bewohner berichten von großen Schwärmen, die vor allem in den Abendstunden unterwegs sind und sich in Gärten, auf Feldern sowie in Wäldern bemerkbar machen.

Besonders stark betroffen ist das Gitschtal. Dort wird die Situation von vielen Einheimischen als außergewöhnlich intensiv beschrieben. Ganze Baumkronen sind teilweise von Käfern besetzt, und das Summen der Tiere ist vielerorts deutlich hörbar.

Der Maikäfer tritt in regelmäßigen Abständen in sogenannten „Maikäferjahren“ verstärkt auf. Diese Zyklen dauern meist drei bis vier Jahre. In dieser Zeit entwickeln sich die Larven – die Engerlinge – im Boden, bevor sie schließlich gleichzeitig schlüpfen und als ausgewachsene Käfer erscheinen.

Die Auswirkungen sind heuer deutlich sichtbar: Bäume zeigen Fraßschäden an den Blättern, und Wiesenflächen leiden unter den im Boden lebenden Engerlingen, die die Wurzeln der Pflanzen schädigen. Besonders für die Landwirtschaft kann dies zu Ertragseinbußen führen.

Trotz der aktuellen Situation ist der Maikäfer ein natürlicher Bestandteil des Ökosystems. Er dient vielen Tierarten als Nahrung und spielt eine Rolle im biologischen Gleichgewicht. Fachleute betonen daher, dass es sich um ein vorübergehendes Naturphänomen handelt, das zwar lokal stark ausfallen kann, aber mit der Zeit wieder abklingt.

Auch wenn die Maikäfer in Teilen Oberkärntens derzeit als Plage empfunden werden, wird sich ihre Zahl in den kommenden Jahren voraussichtlich wieder deutlich reduzieren – bis zum nächsten Zyklus.

Redaktion: Alfred Santner – creativomedia GmbH

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